Neue Ratgeber im Umgang mit traumatisierten Geflüchteten

Die Bundespsychotherapeutenkammer und die Bundesweite AG der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer haben neue Ratgeber zum Thema Gesundheit  und Flucht herausgegeben.

Die BPTK will mit ihren Ratgeber Menschen und HelferInnen für das Thema Flucht und Trauma sensibilisieren, die mit Flüchtlingen arbeiten.

„Flüchtlingshelfer wissen häufig nicht, wie sie traumatisierte Flüchtlinge angemessen unterstützen können. Deshalb hat die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) einen Ratgeber für haupt- und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer veröffentlicht. Sie informiert darüber, wie sich eine traumatische Erkrankung bemerkbar macht und erläutert, was Flüchtlingshelfer tun können oder lassen sollten. […] Haupt- und ehrenamtliche Helfer können traumatisierten Flüchtlingen wesentlich dabei helfen, ihren Alltag trotz ihrer seelischen Leiden zu meistern“, erklärt BPtK-Präsident Dr. Dietrich Munz. „Sie sollten aber auch wissen, wann professionelle Unterstützung notwendig ist.“ website Bptk 13.5.2015

Die BAFF hat eine neue Publikation zur Gesundheitsversorgung von Geflüchteten  für medizinisches Fachpersonal herausgegeben.

„Diese Broschüre richtet sich an ÄrztInnen aller Fachrichtungen, Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, die in ihrer Praxis Flüchtlinge behandeln oder behandeln wollen. Sie informiert über die Situation von Flüchtlingen in Deutschland, darüber, wie sich traumatische Erlebnisse bei Flüchtlingen auf die Gesundheit und das alltägliche Leben auswirken können und wie dies die ärztlichen und psychotherapeutischen Beziehungen beeinflussen kann. Sie liefert Informationen zu Rahmenbedingungen der Behandlung, die es zu berücksichtigen gilt, wie den Aufenthaltsstatus und die damit einhergehende Kostenträgerschaft für ärztliche, psycho-therapeutische und auch Dolmetscherleistungen.“ website BAFF

Die Ratgeber sind hier herunterzuladen:

Ratgeber des BPtk für Flüchtlingshelfer

Ratgeber des BAFF

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Veröffentlichung der KV-Mecklenburg-Vorpommern

Handlungsanweisung für Ärztinnen und Ärzte gedacht in der Behandlung von Flüchtlingen der KV-MV:

hier einsehbar: Rahmenvereinbarung

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Gemeinsamer Aufruf 2015

Das Medinetz Rostock unterstützt den Aufruf und die Kampagne der Medibüros/Medinetze, medico international und VdÄÄ für eine Verbesserung der medizinischen Versorgung von Asylsuchenden.

„Wir möchten Sie bitten, sich aktiv einzusetzen für die bundesweite Realisierung einer ausreichenden medizinischen Versorgung von Asylsuchenden und anderen Gruppen, welche unter § 1 des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) fallen. Konkret umzusetzen ist dies durch die Eingliederung in die gesetzliche Krankenversicherung und somit durch medizinische Versorgung gemäß § 27 Sozialgesetzbuch V (SGB V) anstelle von §§ 4 und 6 des AsylbLG.

Das Menschenrecht auf Gesundheitsversorgung ist keine Ländersache!

Die Kampagne wird unterstützt von:
Ärzte der Welt, BAfF e.V. Bundesweite Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer Deutscher Anwaltverein; Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband Evangelisches Werk für Diakonie undEntwicklung e.V., Flüchtlingsrat Berlin e.V., Republikanischer Anwälte- und Anwältinnenverein

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